12. und 13. März 2020

Mikrofibrillierte Cellulose (MfC) in der Papierrestaurierung

Vortragende: Ute Henniges, akademische Mitarbeiterin, Studiengang Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Noch sind Mikro- oder Nanocellulosen in der Papierrestaurierung wenig verbreitet. Welche Materialien sich hinter diesen Begriffen verbergen und wie sie sich mit ähnlichen Produkten wie Bakteriencellulose vergleichen lassen erklärt diese neu konzipierte Fortbildung. Anwendungspotenziale werden auch im Vergleich zu etablierten Anwendungen von Japanpapier besprochen. Der Theorieteil behandelt die Herstellungsverfahren von Mikro- und Nanocellulosen und Anwendungsmöglichkeiten von mikrofibrillierter Cellulose. Im praktischen Teil werden Filme aus mikrofibrillierter Cellulose hergestellt. Sie können experimentell z. B. zum Schließen von Einrissen in Transparentpapier oder als Deckschicht für Japanpapierlaminate in der Ergänzung von Fehlstellen in Pergament eingesetzt werden. Außerdem wird dargestellt, wie mit wässriger Suspension eine Verfestigung von Papier erzielbar sein kann und sich eine Oberfläche modifizieren lässt. Insgesamt dient der Kurs dazu, mikrofibrillierte Cellulose materialtechnisch besser kennenzulernen und die verschiedenen Modifikationsmöglichkeiten zu erproben.

Termin: 12. und 13. März 2020

Dauer: 2 Tage: 1. Tag 14:00 - 18:00 Uhr, 2. Tag 10:00 - 17:00 Uhr

Ort: Studiengang, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Teilnahmekosten: 170€ Mitglieder des Fördervereins, 220€ Nichtmitglieder (Kursgebühr einschließlich vorbereiteter Proben)

Anmeldung bis: 25. Februar 2020

Teilnehmerzahl: 12

Anmeldung: info@foerderverein-papierrestaurierung.de